Krankheiten
Wenn man erfahren will,
ob es mit einem Kranken besser werden wird, oder nicht, soll man so viel
Erde, wie in eine große Schüssel hineingeht, um Mitternacht von
einem frischen Grab (auf dem Kirchhof) nehmen und in eine Schüssel
hineintun, danach in die Schüssel Gerste säen.
Dann soll der Kranke jeden Morgen das Waschwasser vom Gesicht auf die Schüssel fallen lassen, und das neun Tage lang.
Wenn nun die Gerste in dieser Zeit gelb aufgeht, so hilft dem Kranken nichts mehr; geht sie aber grün auf, so wird es wieder besser mit ihm.
Früh vor der Sonne soll neun Tage danach der Kranke die Schüssel an einem Ort hintragen, wo er selbst nicht wieder hinkommt.
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Hühneraugen
Gegen Hühneraugen, soll man einer ganz schwarzen Henne (Huhn) mit dem
Finger dreimal in den "A." hineinfassen, mit dem selben Finger
dreimal auf das Hühnerauge drücken und dreimal sagen: "Das
helfe? ...." Das soll man dreimal tun, wenn in der letzten Woche der
Mond zum abnehmen ist.
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Gegen Trunksucht
soll man junge Mäuse in Branntwein kochen, diesen durchseien und in anderen Branntwein hineingießen, denselben muss dann der Trinker (Trunkenbold) austrinken.
oder
eine Katze prügeln bis sie secht, und dann die Seche dem Trinker in Branntwein zu trinken geben.
oder
Lebendige Frösche in Schnaps hineinwerfen, die Frösche sterben und vierundzwanzig Stunden auf dem Ofen stehen lassen. Dann die Frösche herausnehmen und den Branntwein, in dem sie eingesecht haben, in anderen Schnaps gießen und diesen dann dem Trinker zu trinken geben. Dann speit der Trinker; manche haben sich schon zu Tode gespieen.
* Bei diesen Sprüchen und Weisheiten handelt es sich um Überlieferungen und Erzählungen der Einwohner von Burg/Spreewald und Umgebung. Für die Anwendung übernehmen wir keinerlei Haftung!
