Spinte

Die "Spinte" war eigentlich eine Spinnstube, in der sich die Mädchen des Dorfes alljährlich im Winter zum gemeinsamen Spinnen einfanden.
Wenn im Herbst die Ernte eingebracht war, dann versammelten sich täglich abends, die unverheirateten, ehrbaren Mädchen des Dorfes zur Spinnstube. Die ganze Zeit wurde emsig gesponnen und gestickt, da die aus dem Garn gearbeitete Leinwand unentbehrlich für das Hauswesen war und nicht zuletzt eine reiche Aussteuer und damit gute Heiratschance bedeutete.
Die Spinnstube als Träger vieler sorbischer/wendischer Bräuche war sowohl Ausgangspunkt der Gestaltung und Organisation aller Festlichkeiten der Jugend im kommenden Jahr, als auch Hauptform zur Verbreitung und Festigung sorbischen Liedgutes. Während ihrer Arbeit erzählten sie sich Sagen, Dorfgeschichten, Rätsel oder sangen Lieder, welche von der Vorsingern angestimmt wurden.


Feste und Traditionen

 

 

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14- tägig treffen sich im Winter interessierte Frauen und Männer in der Trachtenstickerei. Hier wird der Brauch von damals weitergeführt. So entstehen die kunstvollen Stickereien für die eigenen Tracht.